Verkorkte Glasflasche mit selbstgemachtem, bernsteinfarbenem Ume-Sirup vor hellgrauem Hintergrund.

Alkoholfreier Ume-Sirup

Sauer, fruchtig, salzig-herb – die alkoholfreie Basis für alle deine Ume-Drinks.

Zutaten

500 g frische, grüne Ume-Früchte (ersatzweise tiefgekühlt erhältlich)
500 g Kandiszucker (Korizato, ersatzweise brauner Kandiszucker)
4–6 frische rote Shiso-Blätter (optional)
  1. Wasche die Ume-Früchte gründlich und tupfe sie trocken. Entferne mit einem Holzspieß vorsichtig den kleinen, holzigen Stielansatz – Reste sorgen sonst für unerwünschte Bitterkeit.
  2. Friere die Früchte mindestens 24 Stunden ein. Die entstehenden Eiskristalle perforieren die Zellwände, dadurch tritt später deutlich mehr Saft aus.
  3. Schichte die gefrorenen Früchte in einem sterilisierten Glas abwechselnd mit dem Kandiszucker im Verhältnis 1:1. Lege optional die Shiso-Blätter dazwischen.
  4. Stell das Glas kühl und schwenk es täglich sanft, bis sich der Zucker nach 10–14 Tagen vollständig im ausgetretenen Saft gelöst hat.
  5. Seih den Sirup ab und erhitz ihn kurz auf ca. 70 °C – das inaktiviert Restenzyme und baut die Bitterstoffe der rohen Frucht vollständig ab. Füll ihn heiß in sterile Flaschen ab.

Valeska’s Tipp:
Kauf die Früchte im späten Frühling, wenn sie kurz frisch verfügbar sind, und friere gleich einen ganzen Vorrat ein – so hast du das ganze Jahr über Nachschub für deine Ume-Drinks.

Ist rohe Ume giftig? Darum ist der Sirup unbedenklich

Die rohe, unreife Ume-Frucht enthält Amygdalin, aus dem beim Verzehr Blausäure entstehen kann – deshalb isst niemand sie frisch pur. Die mehrwöchige Mazeration mit Zucker und das abschließende Erhitzen auf 70 °C bauen dieses Amygdalin aber zuverlässig ab. Der fertige Sirup ist dadurch vollkommen sicher im Verzehr – wichtig ist nur, den Erhitzungsschritt am Ende nicht zu überspringen.

Variationen

  • Mit Ingwer: ein daumengroßes Stück frischer Ingwer mit einschichten, für zusätzliche Schärfe.
  • Ohne Shiso: funktioniert genauso gut, der Sirup bleibt nur etwas heller in der Farbe.
  • Mit Sansho-Pfeffer: eine Prise für eine feine, pfeffrige Note.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich statt frischer auch tiefgekühlte Ume-Früchte verwenden?
Ja, problemlos. Tiefgekühlte Früchte haben den Vorteil, dass der Zellwand-Aufschluss (sonst Schritt 2) bereits erledigt ist – du kannst direkt mit dem Schichten in Schritt 3 starten.

Wie lange hält sich der Sirup?
Kühl und dunkel gelagert mindestens mehrere Monate, ungeöffnet auch deutlich länger – der hohe Zuckergehalt wirkt konservierend.

Ist der Sirup für Schwangere geeignet?
Fachgerecht hergestellter, pasteurisierter Ume-Sirup ist alkoholfrei und in der Regel unbedenklich. Bei gesundheitlichen Fragen rund um Ernährung in der Schwangerschaft gilt trotzdem: lieber einmal zu viel mit der Frauenärztin oder Hebamme absprechen.

Nährwerte pro 2 cl (ca.)

  • Kalorien: ca. 45 kcal
  • Kohlenhydrate: ca. 11 g, davon Zucker ca. 11 g
  • Fett: 0 g
  • Eiweiß: 0 g

Hinweis: Richtwerte, berechnet auf Basis der verwendeten Zutaten – keine Laboranalyse.

🍸 say hi to dry!

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